Corona-Checkliste für Ihr Hygiene- und Infektionsschutzkonzept

[Gültig seit dem 16.01.2022]

In der Coronaschutzverordnung vom 16. Januar 2022 wurden neue Rahmenbedingungen für Nordrhein-Westfalen festgelegt, die in Anbetracht der aktuellen Inzidenz weitere Verschärfungen der Regelungen vorsehen. Diese betreffen auch den gesamten Tagungs-und Kongressmarkt. Weiterhin gilt, dass Einrichtungen, in denen in Innenräumen Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen ohne feste Sitzplätze durchgeführt werden sollen, der zuständigen Gesundheitsbehörde (Gesundheitsamt) vor der erstmaligen Öffnung ein einrichtungsbezogenes Hygienekonzept vorlegen ...

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[Gültig seit dem 16.01.2022]

In der Coronaschutzverordnung vom 16. Januar 2022 wurden neue Rahmenbedingungen für Nordrhein-Westfalen festgelegt, die in Anbetracht der aktuellen Inzidenz weitere Verschärfungen der Regelungen vorsehen. Diese betreffen auch den gesamten Tagungs-und Kongressmarkt.

Weiterhin gilt, dass Einrichtungen, in denen in Innenräumen Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen ohne feste Sitzplätze durchgeführt werden sollen, der zuständigen Gesundheitsbehörde (Gesundheitsamt) vor der erstmaligen Öffnung ein einrichtungsbezogenes Hygienekonzept vorlegen müssen. Zudem ist ein Konzept für Veranstaltungen im Freien einzureichen, für die keine Einlasskontrolle gewährt werden kann. Für andere Fälle haben Veranstaltungsplanende keine generelle Pflicht mehr zur Einreichung eines Hygienekonzeptes. Wir empfehlen die Erstellung eines solchen Konzepts weiterhin in jedem Fall, sowohl für die maximale Sicherheit Ihrer Teilnehmenden als auch um auf eventuelle Pandemieentwicklungen vorbereitet zu sein. Bei der Erstellung Ihres Hygieneschutzkonzeptes unterstützen wir Sie mit unserer Checkliste.

Die Corona-Checkliste beinhaltet vier übergeordnete Themen an denen Sie sich bei der Erstellung Ihres Konzepts orientieren können:

  1. Basisinformationen & Klärung der Verantwortlichkeiten
  2. Regelungen zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zwischen Besucher*innen
  3. Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung
  4. Einhaltung der Vorgaben zur besonderen Infektionshygiene

 

Die Checkliste Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstalter in NRW steht Ihnen hier zum Download zu Verfügung. 

 

1. Basisinformationen & Klärung der Verantwortlichkeiten

 

  • Ist ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Ihre Veranstaltung notwendig?
    • Bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmenden ohne festen Sitzplatz ist ein einrichtungsbezogenes Hygienekonzept vorzulegen. Zudem ist ein Konzept für Veranstaltungen im Freien einzureichen, für die keine Einlasskontrolle gewährt werden kann. Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall im Sinne der Sicherheit Ihrer Teilnehmenden eines zu Erstellen.
  • Ist der Kontext der Veranstaltung klar angegeben?
    • Dauer & geplanter Zeitpunkt der Veranstaltung
    • Kurzbeschreibung
    • Veranstaltung im Freien / in geschlossenen Räumlichkeiten
    • Teilnehmendenzahl
      • Achtung: Bei einer Teilnehmendenzahl von mehr als 250 greifen folgende Kapazitätsbeschränkungen:
        • Die Auslastung der Location darf maximal 50% der gesamten regulären Kapazität nicht überschreiten.
      • Unabhängig von diesen Kapazitätsbegrenzung sind generell maximal 750 Teilnehmende zulässig.
  • Sind Vorkehrungen für einen infektionsschutzkonformen Einlass durch Überprüfung des Immunisierungsstatus oder der Testung getroffen?
    • Einlass mit 3G zu Fachmessen und –kongressen sowie Veranstaltungen, wenn daran ausschließlich Angehörige von Firmen und Unternehmen teilnehmen und sie unter Beachtung der arbeitsrechtlichen Infektionsschutzvorgaben durchgeführt werden.
    • Einlass mit 2G zu Publikumsmessen, Fachmessen mit Publikumsanteil und Kongressen sowie öffentlichen Veranstaltungen. Bitte beachten Sie: Bis einschließlich 31. Januar 2022 sind Messen mit Publikumsverkehr, die im Normalfall auf einen gleichzeitigen Besuch von mehr als 750 Personen ausgerichtet sind, untersagt.
    • Achtung: Die Kontrollen müssen grundsätzlich bei Zutritt erfolgen. Alternative Kontrollen aller Personen erst innerhalb der Einrichtungen oder des Angebots kann auf Grundlage eines dokumentierten und überprüfbaren Kontrollkonzeptes zulässig sein.
  • Werden Besucher*innen über die auf der Veranstaltung geltenden Regeln zur Infektionshygiene informiert?
    • Im Vorfeld per E-Mail, bei der Registrierung, etc.;
    • Auf der Veranstaltung durch Informationstafeln zu Hust- und Niesetikette, Handhygiene und Abstandsregeln.
  • Sind diese Informationen für (internationale) Besucher*innen leicht verständlich?
  • Wird die Einhaltung der Regelungen kontrolliert?
    • Sind zum Beispiel Kontrollen durch das Sicherheitspersonal geregelt?
    • Werden die Regeln zu Kontrollen nachweislich im Hygieneschutzkonzept aufgeführt?

 

2. Regelungen zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zwischen Besuchern

 

  • Ist bei der Veranstaltung durchgehend für die Möglichkeit zur Einhaltung des Mindestabstands gesorgt? 
    • Ggf. ist es sinnvoll, einen Lageplan inklusive Wegführung sowie eingezeichneter Sanitär-, Ein- und Auslassbereiche zu erstellen.
  • Wird im Rahmen der Veranstaltung ein Vortragsprogramm angeboten und dazu geltende Regelungen beachtet?
    • Ist der Zugang zu den Vortragsräumen begrenzt bzw. sind die Sitzplätze so angeordnet, dass ein Abstand von mindestens 1,5 m zwischen Besucher*innen im Vortragsraum gewahrt ist?
    • Ist für eine ausreichende Belüftung der Vortragsräume gesorgt?

  

3. Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung

 

  • Es wird grundsätzlich empfohlen, überall dort eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wo die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m nicht möglich ist. Zusätzlich ist an folgenden Orten mindestens eine medizinische Maske (sogenannte OP-Maske) zu tragen:
    • in Innenräumen, in denen mehrere Personen zusammentreffen;
    • in Außenbereichen, sofern von der zuständige Behörde ausdrücklich angeordnet;
    • im Freien bei Versammlungen mit mehr als 750 Personen.
  • Abweichend davon kann auf das Tragen einer Maske u.a. ausnahmsweise verzichtet werden:
    • in gastronomischen Einrichtungen an festen Sitz- und Stehplätzen;
    • Wenn die Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen dies erfordert;
    • Zur vorübergehenden Einname von Speisen und Getränken;
    • Wenn dies vorübergehend zur Erfüllung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung oder aus anderen dringenden Gründen erforderlich ist;
    • Falls Personen teilnehmen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können: das Vorliegen der medizinischen Gründe muss durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen werden.

Sind ausreichende und verständliche Informationen über die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für Besucher*innen auf der Veranstaltung angebracht und entsprechende Kontrollen geregelt?

Personen, die nicht zu den oben genannten Ausnahmen zählen und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht beachten, sind durch die verantwortliche Person von der Veranstaltung auszuschließen.

 

4. Wie stelle ich sicher, dass die Vorgaben zur besonderen Infektionshygiene eingehalten werden können?

 

  • Ist das Gästemanagement an die Infektionsschutzvorgaben angepasst?
    • Ist die Kontrolle des 3G- oder 2G-Status von Teilnehmenden bei Einlass mithilfe der CovPass-App geregelt und ist die Umsetzung der Kontrollpflichten klar im Konzept dargestellt?
    • Ist alternativ ein Kontrollkonzept eingereicht und genehmigt worden, sofern die Kontrolle des 2G- oder 3G-Status nicht bei Zutritt erfolgt sondern später?
  • Sind Informationstafeln über die Regelungen zur Einhaltung des Infektionsschutzes am Eingang angebracht?
  • Ist für eine Vermeidung der Infektionsübertragung gesorgt?
    • Achtung: Besucher*innen, die Erkältungssymptome aufweisen oder keinen ausreichenden Nachweis der Immunisierung/Testung vorweisen können, sind unbedingt von der Veranstaltung auszuschließen.
  • Sind Vorkehrungen zur Infektionshygiene getroffen? Zum Beispiel:
    • Eine ausreichende Anzahl von Gelegenheiten zum Händewaschen und Hände desinfizieren.
    • Eine regelmäßige Desinfektion von Kontaktflächen (Flächen, Türklinken und Handläufen).
    • Regelmäßige Reinigungsintervalle (in Sanitäranlagen und Ausstellungsräumen)
    • Eine ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten:
      • Durch regelmäßige kurze Lüftungsintervalle mit Frischluft.
      • Durch innovative Techniken der Luftfilterung, wenn diese erwiesenermaßen ebenso wirksam sind.
    • Unser Tipp: Kontaktieren Sie zu diesen Punkten am besten den Location-Betreiber oder Ihren Service-Dienstleister und weisen Sie Ihre Vorkehrungen durch entsprechende Dokumente nach:
      • Reinigungs-/Desinfektionspläne für die Veranstaltung
      • Ein Lüftungskonzept
  • Wird ein gastronomisches Angebot bei der Veranstaltung angeboten und wurden die dazu geltenden Regelungen zum Infektionsschutz umgesetzt?
    • Achtung: Sofern das gastronomische Angebot nicht nur auf die Abholung von Speisen und Getränken beschränkt ist, gilt hier aktuell 2G+.
    • Ist für einen angemessenen Infektionsschutz gesorgt, zum Beispiel durch
      • einen Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen im gastronomischen Bereich und
      • durch Desinfektionsmittelspender bei Selbstbedienungsbuffets oder eine möglichst gute Abschirmung oder Abdeckung der Speisen („Spuckschutz“ o.ä.)?

 

Die Checkliste Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstalter in NRW steht Ihnen hier zum Download zu Verfügung.

 

Über die Musterformularvorlage zur Erstellung Ihres Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts informieren wir hier.

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