©  Brauerei Heller

Von energieeffizienter Veranstaltungstechnik und regionaler Verpflegung über umweltbewusste Mobilität bis hin zu zertifizierten Veranstaltungsstandards: Wir stellen konkrete Ansätze und Praxisbeispiele aus der Kölner Meetingbranche vor.

Die Kölnerin Dunja Karabaic, Gründerin von ökoRAUSCH, Mit-Initiatorin von „Das gute Leben im Veedel“ und Vorstandsvorsitzende des Verbandes „dasselbe in grün“ spricht mit uns im Interview über kleine und große Schritte zu einem nachhaltigeren Leben.

Unsere Übersicht zeigt Locations, die Angaben zu verschiedenen Umwelt- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen machen. Nutzen Sie die Informationen als Orientierung für die Auswahl einer passenden Location für Ihr Green Meeting.

Das elegante Maritim Hotel Köln liegt genau zwischen der Kölner Innenstadt und der Rheinuferpromenade am Heumarkt. Bekannter Eyecatcher: Die 100 Meter lange glasüberdachte Hotelhalle. Gäste können aus über 450 Zimmern inklusive zahlreicher Suiten wählen. 22 Bankett- und Konferenzräume bieten Platz für über 3.300 Menschen.

Gute Aussichten nicht nur auf Dom und Rhein, sondern auch auf einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser, Energie und Lebensmitteln verspricht das Bekenntnis des Kölner Maritim Hotels zu den German Convention Bureau Leitlinien (www.fairpflichtet.de.)

Hinter dem Namen fairpflichtet verbirgt sich der Nachhaltigkeitskodex der deutschsprachigen Veranstaltungswirtschaft. Der Kodex bietet Unternehmen, die sich für ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit einsetzen möchten, einen perfekten Einstieg.

Das Maritim Hotel Köln hat schon lange ein besonderes Bewusstsein für einen umweltschonenden und verantwortlichen Tourismus entwickelt. So setzt sich das Maritim aktiv dafür ein, dem Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungswirtschaft zur unternehmerischen Verantwortung in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales zu entsprechen. 

Die Palette der Maßnahmen ist bunt, sie reicht vom Einsatz energiesparender LED-Leuchtmittel, über den Einbau von Wasserspareinsätzen in allen Duschanlagen, der (vorwiegenden) Verwendung regionaler und saisonaler Produkte, der Kooperation mit der Deutschen Bahn für umweltfreundlichere Anfahrten bis hin zur Etablierung einer eigenen ProUmwelt-Arbeitsgruppe mit ausgebildeten Nachhaltigkeitsberater*innen als Projektleitung Eine vollständige Liste der Maßnahmen zu mehr Nachhaltigkeit im Maritim, aufgeteilt in die Bereiche: „Energie, Wasser, Abfall“, „Gastronomie“ und „Gäste & MitarbeiterInnen“, finden Sie hier.

80.000 eigene Bienen, ein „Veganer Quadratmeter“ innerhalb des Catering-Buffets und eine Kooperation mit dem Startup woodify: Verantwortungsbewusstes Catering hat viele Facetten. Der Kölner Caterer Kaiserschote Feinkost Catering beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich Umweltbelastungen beim Catering reduzieren lassen. Dazu hat das Unternehmen verschiedene Maßnahmen umgesetzt.

Das Catering-Unternehmen mit den Schwerpunkten Business- und Event-Catering verfeinert Desserts und Saucen mit Honig aus eigener Produktion und bietet unter anderem pflanzliche Alternativen an. Diese können dazu beitragen, die mit der Verpflegung verbundenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Das Unternehmen Kaiserschote vermeidet nicht nur unnötiges Chichi, sondern auch Foodwaste. Es verwendet - wenn möglich - regionale, saisonale und Bioprodukte und arbeitet mit dem Bonner Startup woodify zusammen. Die Wald- und Klimaschützer*innen gestalten gemeinsam mit Forschenden, Waldbesitzer*innen, Unternehmen und Privatpersonen Renaturierungsprojekte im deutschen Raum.

Die Kundinnen und Kunden der Kaiserschote sind begeistert, denn immer öfter wird Augenschmaus & Gaumenkitzel im Einklang mit Klima & Umwelt gewünscht.  

Mit Bussen und Bahnen der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sowie Fahrrad- und Carsharing-Angeboten stehen Veranstaltungsplanenden verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Köln ohne eigenes Auto zu erkunden.

Mit dem Projekt "Zukunftsfahren", einem Mobilitätsmix aus Bus und Bahn, Fahrrad und Carsharing, reagieren die KVB auf individuelle Ansprüche und greifen gleichzeitig die Herausforderungen des Klimawandels, der Luftverschmutzung und verstopfter Straßen auf. Seit 2003 ist die KVB Mitglied der internationalen Charta für nachhaltige Entwicklung der UITP (Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen).

Weitere Informationen finden Sie in den Nachhaltigkeitsberichten der KVB.

KVB Bus fährt durch die grüne Landschaft
© Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Foto: Christoph Seelbach

 

Der Blaue Engel ist das Umweltzeichen der deutschen Bundesregierung und kennzeichnet seit über 45 Jahren besonders umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Ab Januar 2025 können auch Eventplanende ihre Veranstaltungen mit dem Blauen Engel nachhaltig zertifizieren lassen und so ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz setzen. 

Die Zertifizierung umfasst Anforderungen in Bereichen wie Mobilität, Energie, Abfallmanagement und Catering. Beispielsweise wird eine Anreise ohne PKW gefördert, erneuerbare Energien für die Veranstaltung genutzt, Abfall vermieden und eine vegetarische bzw. vegane Verpflegung gefordert. Mit dem Blauen Engel können Veranstaltende die Erfüllung der festgelegten Anforderungen sichtbar machen.

Alle Informationen zu den Vergabekriterien und zur Antragstellung können Sie auf der Seite Blauer Engel nachlesen.

Die gamescom – das größte Games-Event der Welt – verbindet das Erlebnis vor Ort mit verschiedenen Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Energie und Klimaschutz.

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Anreise: Kostenfreie Tickets für den öffentlichen Nahverkehr erleichtern Besucher*innen die Anreise mit Bus und Bahn. Auch beim Energiebezug setzen die Veranstaltenden auf Strom aus erneuerbaren Energien.

Darüber hinaus arbeitet die gamescom mit dem Klimaexperten ClimatePartner zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation werden internationale Klimaschutzprojekte unterstützt, darunter ein Windenergieprojekt in Brasilien und ein Projekt für saubere Kochöfen in Nigeria. Ziel der Veranstaltenden ist es, die durch das Kern-Event verursachten Emissionen zu erfassen und Maßnahmen zu ihrer Reduzierung und Vermeidung umzusetzen. Ergänzend werden Klimaschutzprojekte finanziell unterstützt.

Auch Besucher*innen können sich beteiligen: Mit einem freiwilligen Klimaschutzbeitrag können sie den weiteren Ausbau des gamescom forest unterstützen. Gemeinsam mit dem Projektpartner Treemer engagieren sich der Verband der deutschen Games-Branche und seine Community für die Entwicklung eines klimastabilen Mischwaldes in der Nähe von Bayreuth. Das Projekt verbindet Aufforstung mit Maßnahmen zum Arten-, Klima- und Naturschutz. Treemer begleitet das Vorhaben als Fachpartner für Aufforstung und Forstwirtschaft.

Dabei bleibt es nicht bei einzelnen Projekten. Die gamescom verfolgt den Ansatz, klimaschädliche Emissionen Schritt für Schritt zu reduzieren und zu vermeiden. So soll der Bedarf an Kompensationsmaßnahmen langfristig sinken.

Veranstaltungen in dieser Größenordnung bieten viele Ansatzpunkte für Klimaschutz – von der Anreise über die Energieversorgung bis hin zu konkreten Projekten. Die gamescom zeigt dabei verschiedene Maßnahmen aus der Praxis und schafft Anknüpfungspunkte für Veranstaltende, Unternehmen und die Games-Community.