Nachhaltigkeit umfasst viele Aspekte – im Mittelpunkt stehen die drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. In einer Stadt geht es z. B. um nachhaltige Energie- und Wasserversorgungskonzepte, um nachhaltige Bauprojekte, den Handel mit lokalen und fair produzierten Produkten, den respektvollen Umgang untereinander.
Nachhaltigkeit zeigt sich in Köln in vielen unterschiedlichen Bereichen: bei fairer Beschaffung und Ernährung, beim Umgang mit Wasser, in urbanen Gärten oder beim Einsatz digitaler Technologien. Verschiedene Initiativen und Projekte greifen dabei konkrete ökologische und soziale Themen auf und entwickeln neue Ansätze für Stadt und Stadtgesellschaft.
Von der in Köln gegründeten Marke Fairtrade über die bundesweite Wasserwende unter dem Motto „Trinkwasser ist Klimaschutz“ bis zu Urban-Gardening-Projekten und SmartCity Cologne: Die folgenden Beispiele geben Einblicke in Projekte, Ideen und Maßnahmen, die in Köln umgesetzt, unterstützt oder weiterentwickelt werden.
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Einen Beitrag zum Klimaschutz leisten geht ganz einfach: Leitungswasser statt Flaschenwasser trinken. So wird nicht nur viel Plastikmüll vermieden, sondern auch unnötige CO2-Emissionen bei der Flaschenproduktion, Abfüllung und auf Transportwegen. Laut Umweltbundesamt können dadurch bis zu 202g CO2 pro Liter Wasser gespart werden. Seit 2020 engagiert sich der Kölner Versorger RheinEnergie in dem bundesweiten Projekt „Trinkwasser ist Klimaschutz“. Damit die „Wasserwende“ an Tempo gewinnt, werden in ganz Deutschland sogenannte Wasser-Quartiere eingerichtet. Für Köln hat die RheinEnergie den Stadtbezirk Nippes als erstes Wasser-Quartier in Köln und aktuell größtes Quartier bundesweit, ausgewählt. Gemeinsam betreiben die Stadt Köln und die RheinEnergie 16 Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet.
Geplant und teilweise schon realisiert sind öffentliche Trinkwasser- und Refill-Stationen in Veedeln und Schulen, Bildungsangebote, Infos und Vorträge zum Umstieg auf Leitungswasser auf Veranstaltungen sowie Beratung von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen.
Mehr zum Thema erfahren Sie hier.
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Fairtrade Deutschland e.V. unterstützt benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika, damit diese ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen selbstbestimmt verbessern können. Der Verein verkauft selbst keine Produkte. Die unabhängige Initiative vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Erzeugnisse, die den Anforderungen der internationalen Fairtrade-Standards genügen. Produzent*innen in den Anbauländern sollen auf diese Weise stabile Preise über dem Weltmarktpreis erhalten. Die Forderungen des Vereins sind klar: Existenzsichernde Löhne und Einkommen, die Einhaltung von Arbeitsrechten, Schutz vor ausbeuterischer Kinderarbeit, Gleichstellung der Geschlechter, sowie Maßnahmen für mehr Umweltschutz und gegen den Klimawandel.
Seit ihrer Gründung vor 30 Jahren ist die Marke Fairtrade in Köln zu Hause. Inzwischen sind über 7.800 Produkte in Deutschland mit dem Label erhältlich.
Weitere Informationen zur Arbeit von Fairtrade Deutschland e. V. finden Sie hier.
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Als übergeordneter Orientierungsrahmen für kommunale Nachhaltigkeitsstrategien dient die Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Mit der Agenda hat sich die Weltgemeinschaft 17 ambitionierte Ziele, die sogenannten „Sustainable Development Goals” (SDGs) für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt. Erstmals wird darin auch die Verantwortung der Kommunen für eine soziale, gerechte und umweltfreundliche Entwicklung betont.
Mit der Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030+ hat Köln 2021 ein Konzept und konkrete Maßnahmen erarbeitet, das die 17 Ziele der UN als Richtschnur für eine nachhaltige Stadtentwicklung integriert. Das Ziel: Köln als nachhaltig agierende Metropole zu stärken. Wie die Stadt Köln ihre Ziele erreichen möchte können Sie hier nachlesen.
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Netzwerk „Kölner Gemeinschaftsgarten“
Ein jährliches Saatgutfestival, Beratung zu allen Urban Gardening-Fragen, Vernetzung und ganz pragmatisch – Saatgut und Pflanzen! Das und vieles mehr bietet die Initiative Gemeinschaftsgärten Köln.
Das Netzwerk, das sich bereits 2016 auf der Grundlage des Urban Gardening Manifests gegründet hat, engagiert sich für Umweltbildung, Klima- und Umweltschutz und Biodiversität. Die Akteure des Kölner Gemeinschaftsgarten möchten „bürgernahe Grünkonzepte“ in Köln integrieren, setzen sich für mehr essbares Grün, den Schutz bestehender und die Förderung neuer Gärten in der Stadt ein. Für die Netzwerker*innen steht fest, urbane Gärten helfen nicht nur, dass Köln Anschluss an das internationale Niveau grüner Stadtentwicklung findet, sondern die Gemeinschaftsgärten sind gleichzeitig ideale Experimentierräume für ein gutes Leben in der Stadt. Unter grüner Stadtentwicklung wird z. B. der Ausbau und Schutz von Parks, Alleen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie naturnahen Freiräumen, die Reduzierung von Autoverkehr mit dem zeitgleichen Ausbau des ÖPNV und von Fahrradwegen sowie die Nutzung erneuerbarer Energien verstanden.
Die Essbare Stadt …
Betreten, gärtnern & pflücken sind erwünscht.
Kirschen auf dem Spielplatz, ein Feigenbaum auf dem Chlodwigplatz, Apfelbäume im Belgischen Viertel und entlang des Grüngürtels sprießen grüne Bohnen. Im Ausschuss Urbane Landwirtschaft und Essbare Stadt des Ernährungsrats für Köln und Umgebung entwickelte das Netzwerk Kölner Gemeinschaftsgärten im Dialog mit dem Grünflächenamt und anderen Akteur*innen ein Konzept für die Essbare Stadt. Es geht um mehr Ernährungssouveränität und regionale Nahrungsmittelproduktion. Essbare Städte sind für die Bürger*innen da, fördern die Gemeinschaft und unterstützten Selbstversorgung. Das Konzept Essbare Stadt meint das Gärtnern, besonders den Anbau von Obst, Kräutern und Gemüse im urbanen Raum, also auf dem Balkon, im Garten, vor der Haustüre, am Straßenstrand, auf Plätzen, Schulhöfen und Dächern.
Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier.
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In Köln gibt es zahlreiche Unverpackt-Läden: Bei Tante Olga, bei migori in der Südstadt und in vielen weiteren Stores gibt es Nudeln, Reis, Linsen, Müsli und vieles mehr unverpackt. Abgefüllt werden Pasta & Co. in Gläser, Boxen oder Flaschen, die man selbst mitbringen oder vor Ort erhalten kann. Mit der Unverpackt Route erhalten Interessierte einen Überblick über Kölner Unverpacktläden.
Weitere Kölner Projekte zeigen, wie vielfältig die Ansätze für Ressourcenschonung und Abfallvermeidung sind. Dazu gehören etwa das Kölner Startup Vytal, das seit 2019 Mehrweg-Take-Away-Schalen in zahlreichen Restaurants eingeführt hat, das The-Good-Food-Projekt, das Lebensmittel anbietet, die nicht den Normen klassischer Supermärkte entsprechen, z. B. zu kleines Obst, krummes Gemüse oder Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben sowie die Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit K.R.A.K.E..
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Cologne is a place of diversity and openness, civic-mindedness and cohesion. Diversity management describes the strategic approach to diversity and supports institutions in meeting societal demands and responding to social change. This approach also plays an important role in public administration.
By resolution of the City Council on 20 December 2016, the City of Cologne adopted a Diversity Concept, thereby establishing strategic diversity management. In doing so, the city expresses its stance on diversity and focuses on both its employees and the people who live in Cologne. The aim is to shape Cologne as a place of diversity and openness, civic-mindedness and cohesion.
Freedom from discrimination and equal opportunities
Diversity management also includes reducing disadvantage and discrimination. Under the General Equal Treatment Act (AGG), people must not be disadvantaged on the grounds of, among other things, their ethnic origin, gender, religion or belief, disability, age or sexual identity.
Through its diversity management, the City of Cologne pursues a strategic approach to taking diversity into account within the administration and across the city’s communities. This also involves incorporating different perspectives and fostering an inclusive approach to diversity.
Diversity as part of social urban development
An urban community is diverse. People differ, among other things, in age, background, gender and sexual identity, physical and mental abilities, and personal views. Diversity management provides a framework for taking these different perspectives into account in the work of institutions.
Through its Diversity Concept, the City of Cologne therefore combines concrete structures and objectives with a clear stance: Cologne should be a place where diversity and openness, civic-mindedness and cohesion have their place.
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SmartCity Cologne (SCC) ist ein lokales Netzwerk und Kommunikationskanal für Innovation, Digitalisierung und Klimaschutz in Köln. Beteiligen können sich Privatpersonen, Unternehmen, Verbände, Hochschulen und Initiativen. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die digitale Technologien und neue Lösungsansätze für Energie, Mobilität und Stadtentwicklung erproben.
Die Stadt Köln und die RheinEnergie AG haben SmartCity Cologne ins Leben gerufen. Die Initiative vernetzt verschiedene Akteur*innen und Projekte und schafft Raum für den Austausch zu Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation.
Ein Beispiel ist das Projekt GrowSmarter, das von 2015 bis 2019 in Köln umgesetzt wurde. Im Mittelpunkt standen Lösungen für Energiemanagement sowie Transport und Mobilität im urbanen Raum. Informations- und Kommunikationstechnologien bildeten dabei ein verbindendes Element. In der Kölner Stegerwaldsiedlung in Mülheim wurden unter anderem Maßnahmen zur energetischen Sanierung, Energieversorgung und Mobilität umgesetzt.
Auch das Projekt ParkPilot in Köln-Nippes setzte auf digitale Technologien. Smarte Sensoren und LED-Anzeigen an Laternenmasten informierten über freie Parkplätze und führten Verkehrsteilnehmer*innen zu diesen. Nach einer Auswertung konnte der Parksuchverkehr im Projektgebiet um bis zu 45 Prozent reduziert werden. Das Pilotprojekt wurde 2024 abgeschlossen; die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weitere Planung des Mobilitäts- und Parkraumkonzepts der Stadt Köln ein.
Mit Förderprogrammen wie SmartCity Cologne GO wurden zudem weitere Projekte unterstützt. Dazu gehören beispielsweise Vorhaben zur Nutzung der Wasserkraft des Rheins oder zur digitalen Erfassung des Kölner Stadtbildes.
Mehr Infos zur Initiative SmartCity Cologne finden Sie hier.