Koelnmesse baut größte innerstädtische Photovoltaik-Anlage Kölns

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11.12.2023

4.800 Module mit einer Leistung von fast 2,0 Megawatt-Peak (MWp) sorgen für jährliche CO2-Einsparungen in Höhe von 1.200 Tonnen.

Mit dem Bau der größten innerstädtischen Photovoltaik-Anlage Kölns rückt die Koelnmesse ihrem Ziel eines klimaneutralen Geschäftsbetriebs bis 2035 wieder einen Schritt näher. So werden in den kommenden Wochen auf den Dächern
der Halle 11 und des Südeingangs rund 4.800 Photovoltaik-Module montiert,
die einen jährlichen Ertrag von 2 Millionen Kilowattstunden versprechen. „Photovoltaik spielt eine Schlüsselrolle auf unserem Weg hin zu einer zukunftsweisenden Energieversorgung“, betont Gerald Böse, Chef der Koelnmesse GmbH. „Die selbst erzeugte Energie ermöglicht es uns, unseren CO2-Fußabdruck jährlich um etwa 1.200 Tonnen zu reduzieren.“

„Großprojekte wie die Photovoltaik-Anlage der Koelnmesse leisten einen wichtigen Beitrag zu dem ehrgeizigen Ziel der Stadt Köln, bis 2035 CO2-neutral zu sein. Zudem übernimmt die Koelnmesse eine Vorbild-Funktion für andere Unternehmen, sich nachhaltig aufzustellen“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Die Anlage auf dem Dach der Halle 11 und des Südeingangs umfasst eine Nutzfläche von ca. 15.000 Quadratmetern. Sie wird jährlich etwa 2 Gigawattstunden (GWh) Ökostrom erzeugen. Zusammen mit der bereits installierten Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Confex-Neubaus entspricht das dem Verbrauch von deutlich über 1.000 Zwei-Personen-Haushalten. Der generierte Strom wird unmittelbar auf dem Gelände der Koelnmesse genutzt. In welcher Form weitere Dächer der Messehallen für den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen genutzt werden, wird derzeit auf Basis einer umfangreichen Potenzialanalyse geplant.

„Insgesamt reiht sich dieses Projekt zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen in die Nachhaltigkeitsstrategie der Koelnmesse ein und schließt an unsere bereits laufenden Initiativen an, wie den Bezug von Ökostrom und Maßnahmen zur Energieoptimierung zum Beispiel durch LED-Umstellung und Optimierungen unserer Kühl- und Wärmeanlagen“, sagt Horst Harbusch-Geier, Zentralbereichsleiter Infrastruktur bei der Koelnmesse.

Um den eigenen Anforderungen an ein klimaneutrales und nachhaltiges Wirtschaften schrittweise näher zu kommen, hat die Koelnmesse in den vergangenen Jahren unterschiedliche Projekte und Themenfelder umgesetzt bzw. bearbeitet. Dazu gehören das dynamische Logistikmanagement eSlot, das weltweit größte Messe-Verkehrsleitsystem zur Reduzierung von Staus und Kfz-Emissionen und die vollständige Umstellung auf Ökostrom. Wichtiges Ziel ist zudem die Reduktion des Energieverbrauchs. Aktuell erfolgt eine schrittweise Umstellung auf LED-Beleuchtung in den Messehallen, die im Vergleich zur alten Technik eine Energieeinsparung von mindestens 50 Prozent ermöglicht. Der Austausch der Lüftungsanlagen führt ebenfalls zu einer Energieeinsparung von über 50 Prozent. Zusätzlich optimiert die Koelnmesse die Nutzung der Lüftungsanlagen basierend auf Hallenbelegung und Nutzungszeiten und passt die Innentemperaturen der Hallen an, um diese Bemühungen weiter zu unterstützen.

Mit Jobticket und Rad-Leasing für ihre Mitarbeitenden sowie dem Ausbau der E-Ladestationen am Messeplatz fördert die Koelnmesse zudem alternative Mobilität; bereits seit Jahrzehnten ist das Messeticket auch Fahrticket im ÖPNV. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern arbeitet die Koelnmesse zudem daran, auch während der Veranstaltungen Ressourcen zu schonen und das Bewusstsein für erhöhte Nachhaltigkeit zu schärfen. Der Fokus liegt derzeit in den Bereichen Standbau, Gastronomie und allgemeine Services: So bietet die Koelnmesse als bislang einzige Messegesellschaft in Deutschland ein Restaurant mit dauerhaft 100 Prozent veganem Angebot. Nachhaltige Systemstände, die durch langjährige Wiederverwendung eine optimale Grundlage für einen nachhaltigen Messebau sind, helfen auch Ausstellern, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen.

Die aufgeführten Maßnahmen sind nur einige Bausteine einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der Koelnmesse. Diese Strategie befindet sich derzeit in der finalen Ausarbeitung und deckt eine Vielzahl weiterer wichtiger Aspekte ab. Dazu gehören ein effizientes Abfall- und Wertstoffmanagement, eine nachhaltige Beschaffung und verantwortungsbewusstes Lieferkettenmanagement.