Eurowings Flieger parkt vor dem Köln Bonn Airport
© Köln Bonn Airport

Für fünf Großprojekte investiert der Airport 33,25 Millionen Euro und erhält dafür eine Förderung der EU in Höhe von 9,75 Millionen Euro im Rahmen des Programms „Connecting Europe Facility Transport“.

Der Köln Bonn Airport treibt die Weiterentwicklung klimafreundlicher Infrastruktur und den Einsatz erneuerbarer Energien mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket aktiv weiter voran. Im Rahmen von fünf neuen Nachhaltigkeitsprojekten investiert der Flughafen 33,25 Millionen Euro. Dazu gehören die weitergehende Elektrifizierung der Flugzeugabfertigung auf den Vorfeldern, der großflächige Ausbau von zusätzlichen Ladestationen für E-Fahrzeuge sowie die Beschaffung neuer elektrischer Geräte. Für das innovative Maßnahmenpaket erhält der Airport die Rekordfördersumme von 9,75 Millionen Euro von der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA). Den Antrag hatte der Flughafen mit fünf weiteren europäischen Standorten unter der Führung der Airports Council International Europe (ACI) gestellt. Er erhält nun für sein Projektpaket die höchste Fördersumme im Rahmen der ACI-Initiative.

„Der Ausbau moderner Energie- und Ladeinfrastruktur sowie der stetig wachsende Einsatz emissionsfreier Technik machen unseren Betrieb Schritt für Schritt klimafreundlicher und stärken zugleich die Leistungsfähigkeit unseres Standorts.“  sagt Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Geschäftsführer Cenk Özöztürk erklärt: „Für unseren Flughafenbetrieb bedeuten die Maßnahmen einen spürbaren Modernisierungsschub. Wir entwickeln die flugbetriebliche Infrastruktur konsequent weiter, elektrifizieren Schlüsselbereiche und binden erneuerbare Energien fortlaufend weiter ein.“

Am Köln Bonn Airport werden fünf zentrale Maßnahmen umgesetzt: Auf den Vorfeldern entstehen 38 weitere Ladepunkte für E-Fahrzeuge und elektrisch betriebene Geräte. Zu diesem Projekt gehört zusätzlich der Neu- und Ausbau von Transformatoren. Mit der zweiten Maßnahme entstehen auf dem übrigen Flughafengelände 86 weitere neue Ladestationen für E-Mobilität. Darüber hinaus werden zusätzliche Ladepunkte für E-Busse installiert.

Das dritte Projekt ist die Integration von zwei geplanten Agri-Photovoltaikanlagen in das Stromnetz des Flughafens. Außerdem werden an den beiden Terminals insgesamt 16 sogenannte Pre-Conditioned-Air-Anlagen (PCA) installiert, die Flugzeuge an der Parkposition bei ausgeschaltetem Hilfstriebwerk heizen oder kühlen. Im Rahmen der fünften Maßnahme werden 15 weitere elektrisch betriebene Bodenstromaggregate (E-GPU) beschafft, um herkömmliche Dieselaggregate zu ersetzen.

Alle Maßnahmen tragen zur Reduzierung der CO₂e-Emissionen am Flughafen bei. Nach Abschluss der Projekte sollen pro Jahr circa 6.000 Tonnen CO₂e eingespart werden. Gemeinsam stärken die Maßnahmen die fortlaufenden umfassenden Nachhaltigkeitsaktivitäten des Flughafens. 

Die Förderung der Projekte erfolgt im Rahmen des CINEA-Programms „Connecting Europe Facility (CEF) Transport“. Die Europäische Union unterstützt damit den Aufbau und die Weiterentwicklung von Infrastruktur für alternative Kraftstoffe entlang des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Gefördert werden Investitionen in eine leistungsfähige Infrastruktur für klimafreundliche Energieträger, unter anderem durch leistungsstarke Strominfrastruktur an Flughäfen. Die erste Hälfte der Fördermittel wird noch im ersten Quartal 2026 ausgezahlt, die zweite nach Abschluss aller Projekte, der für das letzte Quartal 2028 geplant ist. Neben Köln/Bonn sind auch die Flughäfen Stuttgart, Graz, Wien, Mailand und Kosice sowie die Evia Aero GmbH Teil der ACI-Gewinner-Gruppe.

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und den Nachhaltigkeitsberichten des Köln Bonn Airports finden Sie hier.