20 Jahre Gürzenich Köln unter der Regie von KölnKongress

  • Gürzenich Außenansicht © KölnKongress GmbH
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13.09.2017

Am 17. September 2017 jährt sich die Eröffnung des Gürzenich Köln nach der letzten Generalsanierung zum 20. Mal. Im Jubiläumsjahr schaut KölnKongress auf erfolgreiche 20 Veranstaltungsjahre mit rund 3,4 Mio. Besuchern bei mehr als 4.800 Veranstaltungen zurück. Zudem ist ein Neuanfang im historischen Gürzenich gelungen: seit dem 1. April 2017 ist die KölnKongress Gastronomie GmbH für die Bewirtung der Gäste zuständig.

Der historische Gürzenich Köln ist eines der ältesten und repräsentativsten Veranstaltungszentren Deutschlands im Herzen Kölns. Die Tradition des Gürzenich reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück und die Ausgestaltung seiner Innenräume wurde in der mittlerweile 570-jährigen Baugeschichte mehrfach dem Zeitgeschmack und immer neuen Bedürfnissen angepasst.
Der Gürzenich wurde in den Jahren 1441 bis 1447 errichtet. Er diente als städtisches Kaufhaus und wurde für Festivitäten von Kaisern und Bürgern genutzt. Im 19. Jahrhundert avancierte der Gürzenich zur wichtigsten und beliebtesten Veranstaltungsadresse Kölns. Der erste Karnevalsball wurde bereits 1824 im Gürzenich veranstaltet. Aus Platzmangel wurde der Gürzenich von 1853 bis 1855 erstmals erneuert und um den neogotischen Anbau mit Treppenhaus und dem Isabellensaal erweitert. Ab 1857 veranstaltete die Cölner Concert-Gesellschaft im Gürzenich die Konzertreihen des Gürzenich-Orchesters. 1943 wurde der Gürzenich von Bomben stark beschädigt. Erhalten blieben nur die Umfassungsmauern. Nach sechsjähriger Bauzeit, wurde der Gürzenich im Oktober 1955 feierlich wiedereröffnet. Als das Gürzenich-Orchester 1986 in die neu eröffnete Philharmonie zog, wurde ein weiterer Umbau notwendig. Für den Gürzenich mussten neue Nutzungsschwerpunkte gefunden werden. So übernahm die in 1994 eigens dafür gegründete KölnKongress GmbH den Betrieb des Veranstaltungshauses. Kurz darauf folgte unter weitgehender Wahrung und konservatorischer Behandlung der denkmalgeschützten Bausubstanz von 1996 bis 1997 die Restaurierung, Modernisierung und Erweiterung unter der bauplanerischen Leitung des Kölner Architekten Kaspar Kraemer.
Am 17. September 1997 eröffnete KölnKongress ein modernes und attraktives Veranstaltungszentrum: historische Architekturstile verbinden sich harmonisch mit modernster Veranstaltungstechnik und Veranstaltungskultur auf höchstem Niveau. Kontinuierlich hält KölnKongress die Technik auf dem neuesten Stand, um Veranstaltern und Gästen optimale Veranstaltungsbedingungen zu bieten. So wurde im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen zuletzt in 2016/17 die Beschallungsanlagen erneuert und ein elektronisches Besucherleitsystem installiert. Zudem legt KölnKongress großen Wert darauf, die historische Substanz des denkmalgeschützten Gebäudes durch fortlaufende fachgerechte Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten zu erhalten.

Seit 1997 besuchten 3,4 Mio. Besucher mehr als 4.800 Veranstaltungen im Gürzenich Köln, die sich in Kongresse, Festakte, Gesellschaftsveranstaltungen, Ausstellungen und Börsen sowie Konzerte und Kulturveranstaltungen aufteilen.
Den Höhepunkt in der Veranstaltungsgeschichte bildeten sicher die G7/G8-Gipfeltage im Juni 1999, zu denen der Gürzenich insgesamt acht Tage lang Zentrum des internationalen Geschehens war.
Nach wie vor hat der Gürzenich nichts von seiner langjährigen Tradition als Festhaus für und von Kölner Bürgern eingebüßt. Er war und ist immer noch die „Gute Stube“ Kölns.
In den letzten Jahren hat sich der Gürzenich aber auch als Veranstaltungsort für hochkarätige nationale und internationale Kongresse und Tagungen aus dem wissenschaftlichen und medizinischen Bereich etabliert. So fand beispielsweise im September 2016 das 10. Internationale Hodgkin-Symposium im Gürzenich statt, die weltweit größte internationale interdisziplinäre Konferenz zum Hodgkin-Lymphom. In 2018 wird das Symposium zum 4. Mal in Folge im Gürzenich zu Gast sein.
In den letzten Monaten fanden allein drei wissenschaftliche Kongresse mit internationalen Gästen statt: Euromit 2017, ausgerichtet vom Exzellenzcluster CECAD der Universität zu Köln, mit mehr als 600 internationalen Top-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Darauf folgte das 14. European ISSX Meeting mit mehr als 600 Mitgliedern aus über 45 Ländern, sowohl aus der akademischen Forschung als auch aus der Industrie, die die Wirkung von Medikamenten und Chemikalien auf Organismen erforschen.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. richtete das 20th European Symposium on Organic Chemistry (ESOC) aus und ist eine alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung, bei der renommierte Experten aus Wissenschaft und Industrie Vorträge halten und sich Wissenschaftler aus Europa und anderen Teilen der Welt über das breite Feld der organischen Chemie austauschen.

Veranstalter und Gäste schätzen die optimalen Bedingungen des Gürzenich: sechs charakteristische Räume mit unterschiedlicher Größe, ein großes Plenum, mehrere Konferenzräume und großzügige Foyers für begleitende Ausstellungen mit einer Ausstellungsfläche von 2.500 Quadratmetern bieten einen idealen Rahmen für unterschiedlichste Veranstaltungen. Nicht zuletzt ist auch die Lage im Herzen Kölns ein Vorteil für die Location Gürzenich.
„Der Gürzenich hat mit seiner 570-jährigen Geschichte als Festhaus von und für die Kölnerinnen und Kölner einen festen Platz in der Historie Kölns. Daher ist es ein Gewinn für das Image der Stadt Köln, wenn sich nationale und internationale Gäste sowie Veranstalter im Gürzenich wohl fühlen. Sicher ist dies dem historischen Gebäude und dessen besonderer Architektur geschuldet, da sie einen stilvollen Rahmen für jede Veranstaltung bilden. Aber auch die hervorragende Betreuung durch die KölnKongress GmbH, der Gastfreundschaft ganz besonders am Herzen liegt, hat einen großen Anteil daran“, so Bernd Petelkau, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KölnKongress GmbH.
In diesem Zusammenhang zeigt sich, dass die unternehmerische Entscheidung richtig war, mit der im September 2016 gegründeten Tochtergesellschaft KölnKongress Gastronomie GmbH, den gastronomischen Betrieb vom bisherigen Betreiber Jochen Blatzheim selbst zu übernehmen. Nach 60 erfolgreichen Jahren mit der Gürzenich Gastronomie- und Party-Service GmbH beendete er zum 31. März 2017 seine Tätigkeit im Gürzenich.
Gesellschafter der neuen KölnKongress Gastronomie GmbH sind zu 51% die KölnKongress GmbH und zu 49% die Koelnmesse GmbH.
Seit dem 1. April 2017 ist die KölnKongress Gastronomie GmbH exklusiver Partner im Gürzenich und zuständig für alle kulinarischen Belange für Veranstalter und Gäste. Geschäftsführer Bernhard Conin und Geschäftsbereichsleiter Stephan Förster schauen auf erfolgreiche und auch aufregende erste fünf gemeinsame Monate zurück. „Es war ein unkomplizierter Übergang, was sicher auch daran lag, dass alle erfahrenen Mitarbeiter übernommen werden konnten. Wir freuen uns über diese Kontinuität im Gürzenich, aber auch über Innovationen, die mit der KölnKongress Gastronomie GmbH in das Traditionshaus Einzug halten“, so Bernhard Conin. Das neue Gastronomiekonzept folgt dem Gürzenich-Motto „Tradition trifft Moderne“ und basiert auf regionalen und saisonalen Produkten – bewährte hohe Qualität wird ergänzt durch Kreativität, Nachhaltigkeit und neue Trends.

Rückblickend auf 20 Jahre Gürzenich Köln unter KölnKongress zieht Bernhard Conin Bilanz: „Der Gürzenich hat nichts an Attraktivität verloren. Im Gegenteil, die Verbindung von historischem Repräsentationsbau mit modernster Technik und kulinarische Genüssen machen den denkmalgeschützten Gürzenich zu einer attraktiven Location, und das über die Grenzen Kölns und Deutschlands hinaus. Wir schauen auf sehr erfolgreiche 20 Jahre zurück und blicken auch mit großen Erwartungen in die Zukunft.“

Gürzenich Foyer © KölnKongress GmbH
Gürzenich Großer Saal © KölnKongress GmbH
Gürzenich Postkarte © KölnKongress GmbH